MIND THE GAP — ANKE VÖLK, FRANK MAIER
Curated by Pierre Granoux

Vernissage: SA, 30. Juni 2018, 5pm – 9pm
Ausstellung 1.7 — 4.8 2018, geöffnet THU — SAT, 3pm — 6pm

LAGE EGAL [HB55 Kunstfabrik — Aufgang A, 1. OG] Herzbergstraße 55, 10365 Berlin-Lichtenberg

Die Doppelausstellung MIND THE GAP* mit Anke Völk und Frank Maier präsentiert ein Künstlerpaar — beide leben und arbeiten in Berlin — deren Arbeiten sich auf den ersten Blick höchst unterschiedlich zeigen. Bei Anke Völk treffen wir auf irisierende Farben, die auf Papier, Leinwand, oder einen Aluminiumuntergrund aufgebracht sind und an die schillernde Oberfläche von Insektenpanzern erinnern. Risse und Brüche spielen in ihrem Werk zudem eine besondere Rolle. Bei Frank Maier dagegen monochrome Farbfelder, über welche ein zartes Geflecht aus Linien gespannt zu sein scheint, ergänzt von sparsam gesetzten, geometrischen Formen oder pastosen Farbstrukturen, die sich in manchen Bildern zu stilisierten Gesichtern verbinden oder das Motiv der Krabbe aufscheinen lassen.

Auf den zweiten Blick zeigen sich verblüffende Gemeinsamkeiten, denn sowohl Anke Völk, als auch Frank Maier beschäftigen sich mit grundsätzlichen, bildimmanenten Fragen: Beide loten den realen, wie den illusionistischen Raum im Bild aus und beschäftigen sich mit dem Thema der Rahmung. Beide handhaben das Bild ausdrücklich auch als körperliche Erscheinung, gehen mit ihren Arbeiten in den Raum hinein — fertigen Wandarbeiten und Skulpturen. Faszinierend, wie dies auf jeweils eigene und individuelle Art geschieht und doch zu einer gemeinsamen Ausstellung zusammenfindet." (Text von Elke Keiper, „Crab meets Gap“, Städtische Galerie Waldkraiburg, 13.4 – 15.5 2018)

* Die Ausstellung mit Anke Völk und Frank Maier wurde im Frühling in Süddeutschland gezeigt. Als Kurator hat es mich gereizt, Teile dieser Ausstellung aus Waldkraiburg mit neuer Konzeption zu übernehmen und dort zu zeigen, wo sie ihren Ursprung hat: in Berlin.
Die Möglichkeit, dieses Projekt relativ kurzfristig im Programm von LAGE EGAL aufzunehmen, hat sich durch die „Lücke“ ergeben, die der Ungewissheit in Bezug auf kulturelle Nutzung am Standort Herzbergstraße in Lichtenberg geschuldet ist. Der Titel MIND THE GAP bezieht sich auch auf diese Situation. (PG)

Mit freundlicher Unterstützung von ARTBUTLER, HB55, EXHIBITIONARY, LE FLÂNEUR